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Yama - Regeln für das Verhalten gegenüber anderen

16/01/2017

Die Yama(s) werden auch die Disziplinen im zwischenmenschlichen Verhalten (aus: "Patanjali. Das Yogasutra" von R.Sriram) oder die Regeln für das Verhalten in unserem persönlichem Umfeld (aus: "Patanjalis Yogasutra" von R.Skuban) genannt. Diese Richtlinien sind eine Art Verhaltenskodex, eine Leitlinie, an der ich mich orientieren muss, wenn ich in meiner persönlichen Entwicklung weiterkommen möchte. Durch die Yamas kann ich in allen Situationen und Herausforderungen des Lebens mehr und mehr Klarheit bewahren, um in Balance und Harmonie bleiben zu können.

 

 

Die 5 Regeln des zwischenmenschlichen Verhaltens sind

  • Ahimsa (nicht verletzen)

  • Satya (die Wahrheit sagen)

  • Asteya (nicht stehlen)

  • Brahmacarya (handeln im Bewusstsein des Brahma)

  • Aparigraha (Anspruchslosigkeit)

 

Ahimsa bedeutet für mich ein Leben, in dem und durch das ich so wenig  Leid wie möglich hinterlasse oder auslöse. Das betrifft nicht nur das Vermeiden von Verletzungen und Leid im direkten zwischenmenschlichen Austausch (durch Gedanken, Worte und Taten), sondern meine gesamte Lebensführung im Einklang mit der Natur und allen ihren Lebewesen. Ich fühle mich verpflichtet, mein Leben in dem Wissen zu führen, dass alles Leben auf der Erde zusammenhängt und sich gegenseitig beeinflusst. Es bedeutet für mich, dass ich mit meinem Umfeld so umgehe, wie ich mir einen Umgang mit mir wünsche. Es bedeutet für mich auch, dass ich in meiner Ernährung, meiner Kleidung, meiner Freizeitgestaltung und allem was ich tue, achtsam auf die Ressourcen achte. Ahimsa ist die pure Hingabe in tiefem Respekt an das Leben. Ahimsa ist meine persönliche Verbeugung vor dem Leben und all seinen Wundern. In Ahimsa pulsiert mein Herzchakra.

 

Satya ist ein sehr schwieriges Feld. Denn ein wahrhaftiges Leben birgt so manche Hindernisse. Es bedeutet, dass ich versuche, mir so treu wie möglich zu sein. Das beinhaltet das Setzen klarer Grenzen im Umgang mit anderen, aber auch das Zugestehen meiner eigenen Grenzen (und Beschränkungen). Meine Wahrheit kann auf andere verletzend und irritierend wirken, wenn ich diese Wahrheit aber durchdrungen von Ahimsa formuliere, dann kann sie vom Gegenüber eventuell besser aufgenommen werden und ich kann glücklich darüber sein, mir selbst treu und trotzdem mitfühlend gewesen zu sein...

 

Asteya klingt nach einer einfachen Umsetzung. Doch bei genauem Hinsehen fällt mir auf, wie leicht man etwas von anderen stehlen kann, ohne sich eines Vergehens bewusst zu sein. Es geht nicht nur um das Stehlen materieller Güter, sondern auch um das Stehlen von Gedankengut. Auch um das Stehlen von Ruhe, Ausgeglichenheit, Vertrauen, ... Vielleicht sogar um das Stehlen des Herzens?  Ich muss darauf achten, dass ich niemandem ein Leid antue, dass ich niemanden seiner Mitte beraube und mich auch nicht mit fremden Federn schmücke. Und: Dass ich nicht haben will, was anderen gehört. Dass ich anderen ihr Glück aus ganzem Herzen gönnen kann.

 

Brahmacarya ist die Reinheit in Gedanken, Wort und Tat. Im Grunde ein Art der Enthaltsamkeit (vor Gott). Ich bleibe rein und unbefleckt in meinem Umgang mit der Welt. Ich bewahre mir meine weiße Weste, indem ich mein Leben auf meinen Weg zum Wesentlichen ausrichte, damit es meinem Streben nach der höchsten Weisheit förderlich ist.

 

Aparigraha bedeutet, dass ich nur soviel (von allem) nehme, wie ich wirklich brauche. Dass ich niemanden ausnutze und mich nicht in Abhängigkeiten begebe. Dass ich nicht raffe. Nichts anhäufe.  Nicht anhafte.

 

Diese 5 Regeln bestimmen meinen Umgang mit anderen auf meinem Weg. Sie sollen die Grundlage meines Handelns sein. Ich übe täglich daran. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

 

Übst du dich auch daran?

 

 

 

 

 

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